richtungsweisende Beschilderungen

Irgendwann in 2010 gab es eine Reform zu einigen Straßenschildern. Der Herr Ramsauer zeigt uns (im April 2010) einige der „innovativen“ neuen Schilder und ich den implizierten Differenzquatsch darin:

Quelle
Quelle: spiegel.de

Ok, unten die alten Schilder, oben die neuen Schilder. Was hat sich verändert? Zunächst mal trägt die Person links keinen Hut mehr. Und die größere Person auf dem rechten Bild hat keine Haare mehr auf dem Kopf.
Und was bleibt? Die Frau ist weiterhin für das Kind zuständig. Und für die Baustelle und damit für die monetär entlohnte Erwerbsarbeit der Mann. Wobei man sagen muss, dass die Person auf dem Schild oben links eher geschlechtsneutral dargestellt ist, wenn man das alte Schild nicht kennt.

Nun haben Männer ja aber auch mal frei von der Erwerbsarbeit. Und wenn sie dann spazieren gehen, dann sieht das in unserer Gesellschaft so aus:

Kinderdienst: Alte Verkehrsschilder gelten weiter
Vor 1992; Quelle: spiegel.de
Seit 1992 Quelle: spiegel.de
Seit 1992 Quelle: spiegel.de

Auch hier musste der Mann den Hut abgeben. Alleine, also ohne Kind am Arm bleibt er trotzdem. Damit haben Männer nämlich nix zu tun.

Und weil das keine Seltenheit ist und ich sicher nicht der einzige bin, dem das auffällt, hier noch ein paar künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema. Danke an die Künstlerin Barbara für diese Arbeiten:

barbara-schild kinderwagen

barbara-schild kind oder karriere

barbara-schild Scheidung

Und so lernen wir einmal mehr, was denn richtige Frauen und was richtige Männer sind.