Rassistische Mode

In den letzten Wochen ist H&M mit einem Pullover in die Schlagzeilen geraten:

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Der Hoodie mit der Aufschrift „coolest monkey in the jungle“ wird von einem Schwarzen Jungen getragen und knüpft so an rassistische, evolutionsbiologische ‚Theorien‘ an, die Schwarze Menschen als Tiere bezeichnen. Hierzu Lorenz Narku Laing:

Das Bild vom Schwarzen als Affen ist zurückzuführen auf eine überholte wissenschaftliche Annahme sogenannter „rassenkundlicher Institute“ in der westlichen Welt. Es wurde das krude evolutionsbiologische Argument vertreten, Afrikaner stünden den Affen besonders nah. Bereits zuvor bezweifelte David Hume ihre Vernunftbegabung und Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Die rassistische Vorstellung, der Mensch sei in seiner größten Vollkommenheit im weißen Menschen, findet sich leider schon bei den deutschen Aufklärern wie Immanuel Kant. Diese „volkskundlichen“ Argumentationen sind oftmals geschlossene Systeme der Welterklärung und stehen im Widerspruch zu modernen, wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und noch heute begegnen mir Menschen mit diesem Irrglauben. Wir müssen diese Formen biopolitischer Argumentation eine Ideologie nennen! (Quelle)

Zwar hat sich H&M für das Produkt entschuldigt und dieses aus dem Sortiment genommen, allerdings bleibt zu kritisieren, dass es ein solches Produkt überhaupt ins Sortiment schafft, ohne jemals zuvor problematisiert zu werden.