Sich einschreiben in die Welt

Zur Funktion von Posts:

… Man denke zum Beispiel an die milliardenfach produzierten Abfolgen von Statusupdates, in der mal ein Hinweis auf ein interessantes Video, mal ein eigenes Foto … oder sonst etwas veröffentlicht wird. Solche Verfahren des Sich-Einschreibens in die Welt durch Hinweisen, Verbinden und Verändern werden angewandt, um durch das eigene Handeln in der Welt Bedeutung zu schaffen und um sich selbst in ihr zu konstituieren, für sich und für andere. In einer Kultur, die sich zu einem nicht unbeachtlichen Teil in mediatisierter Kommunikation manifestiert, muss sich jeder durch solche Akte selbst konstituieren, und sei es nur durch ein ‚Selfie‘. Dies nicht zu tun würde zu Unsichtbarkeit und Vergessen-Werden führen.

Stalder, Felix (2016): Kultur der Digitalität. Berlin, Suhrkamp. S. 123

Sensitivity Reading: Diskriminierung abbauen, Repräsentation stärken

Meine exemplarischen Analysen von Produkten und Außendarstellungen in diesem Blog sind eine Form des sensitivity reading. siehe bspw.: Rassistische Mode bei H&M oder Schwarz/Weiß im Fokus

Was ist die Idee von Sensitivity Reading? Sensitivity readers sind Personen, die vor der Veröffentlichung von (zumeist) Büchern hinzugezogen werden, um diese hinsichtlich eines un/angemessen Umgangs mit Diversität zu prüfen. Geschaut wird nach stereotypen oder diskriminierenden Darstellungen von Charakteren bzw. Personengruppen. Auf Basis ihrer Analysen beraten sensitivity readers zu einer angemesseneren Repräsentation von Charakteren und Gruppen.

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